Wohn- und Arbeitsexternat (WAEX) I

Die in diesem Status Eingewiesene sind Personen, welche einen Teil des Freiheitsentzuges, - in der Regel mindestens die Hälfte - verbüsst haben und nicht zu erwarten ist, dass sie fliehen oder weitere Straftaten begehen. Das Arbeitsexternat dauert in der Regel nicht länger als 12 Monate. Bewährt sich der Gefangene im Arbeitsexternat, kann er mit Zustimmung der Behörde in das Wohn- und Arbeitsexternat übertreten. Dieses dauert in der Regel zwischen drei und 12 Monaten und kann im Wohnheim Lindenfeld oder - begleitet durch den Sozial- und Betreuungsdienst des Wohnheims Lindenfeld - in Wohngemeinschaften, Privathäusern oder in der Familie vollzogen werden.

Das Wohnheim Lindenfeld verfügt über die infrastrukturellen und personellen Ressourcen, Eingewiesene vor der bevorstehenden Entlassung aus dem Strafvollzug im Wohn- und Arbeitsexternat im Heim wie auch im Rahmen der Wohn- und Arbeitsexternates in Wohngemeinschaften, Privathäusern oder in der Familie zu betreuen und zu begleiten.

Angebot

  • Regelmässige Beratungs- und Unterstützungsgespräche mit den Klienten sowie bei Bedarf mit deren Umfeld
  • Erstellen und Kontrollieren des Vollzugphasenplanes und der Vereinbarungen mit Arbeitgebern
  • Regelmässige Arbeitszeit- und Arbeitsplatzkontrolle.
  • Kontrollierte Abgabe von Medikamenten und Vergällungsmitteln
  • Abnahme von angeordneten Urinproben und Alko-Test's
  • Führen der Lohnverwaltung, Budgeterstellung und Beratung der Klienten in finanziellen Angelegenheiten
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Einweisern, Arbeitgebern und andern zuständigen Fachpersonen und Fachstellen wie TherapeutInnen, Schutzaufsicht usw.
  • Erstellen von Führungsberichten zu Handen der Justizbehörde
  • Unterstützung bei der Planung des Austrittes bzw. einer Anschlusslösung insbesondere in Bezug auf Wohnen und Arbeiten.

Aufnahmekriterien

  • Der Vollzugsauftrag bzw. die Verfügung der einweisenden Behörde muss vorliegen.
  • Vor dem Eintritt in das Wohnheim Lindenfeld ist der Heimleitung ein rechtsgültiger Arbeitsvertrag vorzulegen.
  • Der Bewerber hat den Nachweis über den Abschluss einer Kranken- und Haftpflichtversicherung beizubringen.
  • Das Pekulium bzw. das Guthaben des Bewerbers ist von der Strafanstalt an das Wohnheim zu überweisen. (Ein Teil davon dient der Kostensicherung des ersten Aufenthaltsmonates im Heim).
  • Der Bewerber anerkennt und akzeptiert die Reglemente sowie die Haus- und Zimmerordnung.

Nicht aufgenommen werden

  • Gemeingefährliche oder gewalttätige Personen, akut drogenabhängige,
  • pflegebedürftige, schwer geistig oder körperlich Behinderte
  • Personen, die einer intensiven psychiatrischen Betreuung bedürfen
  • Personen, die sich dem gegebenen Rahmen nicht anpassen können

Aufnahmeverfahren / Übertritt vom Arbeitsexternat

  • Unverbindliche, telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahme mit dem Wohnheim Lindenfeld.
  • Anmeldung anhand des Aufnahmeformulars durch den Bewerber und der zuständigen Organe der Strafanstalt.
  • Aufnahmegespräch
  • Schriftliche Zustimmung zu den getroffenen Vereinbarungen.
  • Vorlegen eines rechtsgültigen Arbeitsvertrages.
  • Vorlegen der Nachweise für den Abschluss einer Kranken- und einer Haftpflichtversicherung.
  • Festlegung des Eintrittes ins Wohnheim.
  • Überweisung des Guthabens durch die Strafanstalt an das Wohnheim