AEX (Arbeitsexternat)

Personen, welche sich im Rahmen des progressiven Strafvollzuges in der letzten bzw. vorletzten Stufe des Strafvollzuges befinden. Die AEX-Dauer beträgt in der Regel zwischen 3 und 9, max. 12 Monaten. Der Vollzug findet gemäss konkordatlich und kantonal geregelten Bestimmungen statt.

Angebot

  • Regelmässige Beratungs- und Unterstützungsgespräche mit den Klienten sowie bei Bedarf mit deren Umfeld
  • Erstellen und Kontrollieren des Vollzugphasenplanes und der Vereinbarungen mit Arbeitgebern
  • Regelmässige Arbeitszeit- und Arbeitsplatzkontrolle
  • Kontrollierte Abgabe von Medikamenten und Vergällungsmitteln
  • Abnahme von angeordneten Urinproben und Alko-Test's
  • Führen der Lohnverwaltung, Budgeterstellung und Beratung der Klienten in finanziellen Angelegenheiten
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Einweisern, Arbeitgebern und andern zuständigen Fachpersonen und Fachstellen wie TherapeutInnen, Schutzaufsicht usw.
  • Erstellen von Führungsberichten zu Handen der Justizbehörde
  • Unterstützung bei der Planung des Austrittes bzw. einer Anschlusslösung insbesondere in Bezug auf Wohnen und Arbeiten

Aufnahmekriterien

  • Der Vollzugsauftrag bzw. die Verfügung der einweisenden Behörde muss vorliegen.
  • Vor dem Eintritt in das Wohnheim Lindenfeld ist der Heimleitung ein rechtsgültiger Arbeitsvertrag vorzulegen.
  • Der Bewerber hat den Nachweis über den Abschluss einer Kranken- und Haftpflichtversicherung beizubringen.
  • Das Pekulium bzw. das Guthaben des Bewerbers ist von der Strafanstalt an das Wohnheim zu überweisen. (Ein Teil davon dient der Kostensicherung des ersten Aufenthaltsmonates im Heim).
  • Der Bewerber anerkennt und akzeptiert die Reglemente sowie die Haus- und Zimmerordnung.

Nicht aufgenommen werden

  • Gemeingefährliche oder gewalttätige Personen, akut drogenabhängige,
  • pflegebedürftige, schwer geistig oder körperlich Behinderte
  • Personen, die einer intensiven psychiatrischen Betreuung bedürfen
  • Personen, die sich dem gegebenen Rahmen nicht anpassen können.

Aufnahmeverfahren

  • Unverbindliche, telefonische oder schriftliche Kontaktaufnahme mit dem Wohnheim Lindenfeld.
  • Anmeldung anhand des Aufnahmeformulars durch den Bewerber und der zuständigen Organe der Strafanstalt.
  • Aufnahmegespräch
  • Schriftliche Zustimmung zu den getroffenen Vereinbarungen.
  • Vorlegen eines rechtsgültigen Arbeitsvertrages.
  • Vorlegen der Nachweise für den Abschluss einer Kranken- und einer Haftpflichtversicherung.
  • Festlegung des Eintrittes ins Wohnheim.
  • Überweisung des Guthabens durch die Strafanstalt an das Wohnheim